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4 Comments- Add comment Written on 31-Dec-2008 by sylkeIhr lieben Blog-Leser,
vielen Dank, dass Ihr bei uns wart. Wir schreiben diesen Blog nicht (nur) für uns, sondern vor allem für Euch und es macht uns froh, in der Statistik zu sehen, wieviele von Euch hier regelmäßig zu Besuch sind. Aber weil es eben ein Blog für Euch ist: lasst uns wissen, was Ihr lesen wollt. Oder vielleicht wollt Ihr einfach nur mehr Bilder? Mehr Musik? Oder weniger?
Und falls Ihr wissen wollt, was wir wollen: Mehr Kommentare. Es muss nicht viel sein. Aber genau so, wie viele gesagt haben: "Das erste was ich morgens mache, ist, in den Blog zu schauen, ob ihr was geschrieben habt", schauen wir morgens als erstes nach Kommentaren. Manchmal noch vor dem Kaffee.
Einen ausführlicheren Rück- und Ausblick werde ich dann mal schreiben, wenn ich zurück in Missoula bin. Nun kommt erst mal gut ins neue Jahr. Feiert schön, oder auch nicht. Wie ihr eben wollt. Passt jedenfalls auf Euch auf. Und falls Ihr noch einen guten Vorsatz sucht: siehe oben.
Mit den allerbesten Wünschen,
Eure Missoulians, Sylke & Derek
3 Comments- Add comment Written on 27-Dec-2008 by sylkeSeit fast einer Woche sind wir jetzt in Deutschland und seitdem ständig unterwegs. Für mich ist es ja das erste Mal, dass ich wieder hier bin und die vielen Menschen zu sehen überwältigt mich doch etwas. Zwar kann ich noch immer mit Überzeugung sagen, dass ich Deutschland kein Stück vermisse. Doch wie sehr mir Freunde und Familie gefehlt haben, merkt man dann erst richtig, wenn man sie sieht. Gleichzeitig kann ich gar nicht sagen, dass es sich so anfühlt, als wäre ich lange weg gewesen. Ich stehe bei meinen Eltern oder Freunden in der Wohnung, und es fühlt sich gar nicht besonders an. Es ist, als hätte ich gerade gestern dort gestanden. Sicher wird es noch eine Weile dauern, bis sich die Gedanken und Gefühle richtig sortieren lassen. Oder vielleicht ist das auch einfach so, wie es jetzt ist.
Was ich also alles an Deutschland nicht vermisse:
Was würdet Ihr denn nicht vermissen (oder vielleicht auch doch...)?
0 Comments- Add comment Written on 17-Dec-2008 by sylkeSo kann man seinen Ärger auf die Wall Street auch zum Ausdruck bringen: "And the Christmas bells that ring they are the clanging chimes of doom..."
Und nebenbei: waren die 80er schräg, oder was?
3 Comments- Add comment Written on 16-Dec-2008 by sylkeIch weiß, dass viele von Euch ja hier die Wettervorhersage für Missoula beobachten. Für die, die es nicht tun: es ist KALT. Unglaublich kalt. Bitterkalt. Eiskalt. Eis bildet sich nämlich an allen Fenstern. Und am Metallrahmen der Terassentür. Von INNEN.
Der Stadt ist das Streusalz ausgegangen, und die Straßen sind mehr oder weniger blankes Eis mit lustigen Rutschpartien. Derek hat sich entschlossen, Winterreifen mit Spikes anzuschaffen. Und schaufelt die Einfahrt mit lautem Fluchen. Aber erst drinnen, draußen friert die Stimme ein.
Der Gasversorger NorthWest Energy hat am Sonntag so viel Gas ausgeliefert, wie seit 20 Jahren nicht mehr an einem Tag.
Das Sprudelwasser in der Garage ist gefroren. Auch die Farbe, die da noch stand vom Küchenschrank streichen.
Man kann nicht wirklich vor die Tür gehen. Selbst gestern, als die Sonne vom Himmel strahlte, war die Höchsttemperatur nur minus 15 Grad Celsius. Dazu weht ein frostiger Wind aus dem Hellgate Canyon durch die Stadt. Nach 5 Minuten ist einem das Gesicht komplett eingefroren. Wimpern und Nasenhaare eingeschlossen.
Deswegen trifft man sich mit Freunden denn auch drinnen. Am Sonntag waren wir zum Beispiel bei Mamie und Kevin zu einem "White Elephant" eingeladen. Prinzip ist wie beim deutschen Wichteln. Man bringt was von zu Hause mit, packt es ein und stellt es unter den Baum. Lustig, hässlich, schräg - alles ist erlaubt, außer etwas neu zu kaufen. Dann ziehen alle einer Nummer und in der entsprechenden Reihenfolge darf man dann ein Geschenk aussuchen und auspacken. Oder eines, das schon ausgepackt wurde, vom einstweiligen Besitzer klauen. Der darf sich dann wieder ein neues aussuchen. Das war extrem witzig. Nur konnte ich gar nicht verstehen, dass sich die Leute nicht um meine deutsche "Beavis und Butthead" CD gerissen haben.Wir haben ein 500 Teile Puzzle mit einem Motiv aus Bryce Canyon ergattert. Das heben wir dann auf, falls sich Besucher langweilen.
Die letzten Tage vor dem Abflug verbringen wir mit arbeiten und Geschenke basteln. Eigentlich ganz gemütlich, so vor dem Kamin.
4 Comments- Add comment Written on 12-Dec-2008 by sylkeSeit drei Tagen sind wir jetzt in dieser Glitzerwelt. Ich bin zum dritten Mal hier. Und weiß noch immer gar nicht, was ich dazu sagen soll. Außer, dass es mir mit jedem Besuch hier weniger zu gefallen scheint. Wobei mir unklar ist, ob das an der Stadt liegt, oder an mir. Vielleicht bin ich zu alt, zu spießig, zu bodenständig? Oder liegt es daran, dass es immer mehr Plastik-Kommerz gibt, und immer weniger Spieler-Romantik. Alles ist geleckt, Putzkolonnen sind im Dauereinsatz (ich habe das gestern in einer Mall bei einem Becher Grünen Tee beobachtet).
Klar, es wird weiterhin gezockt und gehurt. Aber alles clean. Die Call Girls heißen jetzt Escorten. Und aus den Automaten fallen keine scheppernden Münzen mehr. Man drückt auf einen Knopf und bekommt seinen Gewinn in Form eines Papierstreifens ausgezahlt. Das ist dermaßen unromantisch und unemotional, dass man den Streifen dann auch ebenso gut in den nächsten Automaten wieder reinstecken kann. Und statt einem Whiskey saufenden Rat Pack stehen jetzt pomadige Country Sänger auf den Bühnen. Die bestimmt auch Whiskey saufen - aber nur hinter den Kulissen, mit der ein oder anderen Escorte. Man kann mittlerweile zwischen vier verschiedenen Cirque du Soleil Shows wählen. Vom Beatles Programm (wie das zum Cirque passt - keine Ahnung) bis hin zum "sinnlichen" Zumanity, dass hier im Hotel allnächtlich vom Stapel läuft.
Im ständigen Zwang einander zu überbieten, richten die Hotels ständig neue Casinos, Restaurants, Bars und Clubs der Superlative ein. Für mich hat das nur den Effekt, dass ich gar keine Lust habe, mehr wegzugehen. Und so waren wir dann auch jeden Abend um 23 Uhr im Bett. Na gut, das mag auch an den anstrengenden Tagen vor der Abreise liegen. Und daran, dass ich ja im Gegensatz zu Derek, der die ganze Zeit in Konferenzräumen sitzt, ja den ganzen Tag Zeit habe, mir die Leute zu betrachten. Und die die vielen, vielen Cowboyhüte, die sie auf dem Kopf haben. Diese Woche finden nämlich hier die Nationalen Profi Rodeo Meisterschaften statt. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sicher jede dritte Mann hier einen Hut auf dem Kopf hat. Und 90% aller Touristen tragen Cowboystiefel. So fühlt man sich als Montana-Girl wenigstens ein bisschen zu Hause. Außerdem führt das auch dazu, dass es ein wenig mehr Varianz in der Außen- und Innenbeschallung gibt. Neben Fahrstuhl- und Weihnachtsgedudel, hört man jetzt auch noch Country-Gedudel. Im schlimmsten Fall ist die Musik aus allen drei Komponenten zusammengsetzt. Entkommen kann man dem nur im eigenen Zimmer bei geschlossen Fenstern. Denn ansonsten sind überall Lautsprecher. Drinnen, draußen, überall und dauernd.
Apropos Musik. Welche Version von "Viva Las Vegas" gefällt Euch denn am besten? Abstimmen könnt Ihr rechts.
Elvis? Oder ZZ Top?
0 Comments- Add comment Written on 10-Dec-2008 by sylkeIch schreibe diesen Beitrag aus unserem Hotelzimmer im 18. Stock im Hotel New York, New York in Las Vegas. Mehr zur Stadt und zu unserem Trip gibt's aber erst später.
Zunächst mal ein Rückblick auf die letzten Tage. Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich zuletzt viel arbeiten musste. Dieser Pitch-Stress ist ja für mich mittlerweile eher ungewohnt und ganz offen gesagt ist das auch kein Fall von "You don't know what you got until you lose it". Aber gut. Am Montag Abend Missoula Zeit war die Präsentation fertig, wenige Stunden später wurde sie am Dienstag Vormittag in München gehalten und anscheinend sind Idee und Entwürfe ganz gut angekommen. Der Kunde entscheidet allerdings erst Anfang nächster Woche und es sind noch 5 weitere Agenturen im Rennen.
Den Nikolaus-Samstag hatte ich mir mal weitgehend frei genommen, um zwei besonders Missoula essentielle Ereignisse live zu verfolgen: das NCAA Viertelfinale zwischen den Montana Grizzlies und Weber State und die "Macy's Parade of Lights", die einhergeht mit der Beleuchtung des städtischen Weihnachtsbaumes.
Mit dem Bus haben wir uns also um 11 Uhr aufgemacht Richtung Stadion. Busfahren war an diesem Samstag einfach mal kostenlos, denn die Verkehrsbetriebe feiern ein wichtiges Jubiläum: den 31. Geburtstag. Das Spiel war nicht ganz ausverkauft, aber 23.000 Zuschauer sind ja denn für College-Football auch keine schlechte Kulisse. Um genau zu sein, war es eine fantastische Kulisse und ich war bis Montag noch heiser vom Brüllen. Ziel ist es, so viel Lärm zu machen, dass der gegnerische Angriff sich nicht verständigen kann. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die da unten noch irgendwas gehört haben. Es war sooooo LAUT. Es scheint auch genutzt zu haben, denn die Griz haben 24-13 gewonnen und stehen nun im Halbfinale gegen die James Madison Dukes aus Virginia, das Team, das an Nummer 1 gesetzt ist. Bilder vom Spiel gegen Weber State haben wir nur mit dem Handy gemacht und dort liegen sie auch noch. Aber es gibt welche online beim Missoulian, und dort natürlich auch einen ausführlichen Spielbericht.
Nach dem Spiel, wie ein typisches Football Game hat es 3 Stunden gedauert, kurz nach Hause und dann wieder los Richtung Downtown zu Parade. Wie bei jeder Parade (ich weiß gar nicht genau, wie viele wir dieses Jahr schon gesehen haben) war auch diesmal der Treffpunkt mit Julie, Scott, Natalie, Mamie und Kevin bei "Break Espresso".
Die Parade war einfach nett und es waren Hunderte von Menschen da, um sie zu sehen, sich zu treffen und zu freuen.
Der Weihnachtsbaum ist groß, schön und schlicht.
Nicht so schlicht sind die Weihnachtsbeleuchtungen an manchem Haus, das wir auf dem Rückweg gesehen haben. Da sind wir doch mit unseren paar LEDs noch SEHR bescheiden:
Ich war dann abends so weihnachtlich beseelt, dass ich weihnachtslieder-singend noch ein paar Plätzchen gebacken hab. Die Klassiker: Vanillekipferl, Bethmännchen, Kokosmakronen. Die Männchen sind nicht so schön geworden. Vielleicht lag das am Marzipan? Die Auswahl hier ist SEHR limitiert. Genau gesagt gibt es das nur im Good Food Store und auch dort auch nur eine Sorte, und die ist dänisch. Lecker sind sie ja, nur nicht sehr ansehnlich. Letzteres eine gänzlich undänische Eigenschaft, weswegen es wohl doch an was anderem gelegen haben muss.
Ich versuche jetzt mal bei eBay einen neuen iPod zu ersteigern. Freunde bei Facebook haben ja mitbekommen, dass mir mein allerliebstes Stück Elektronik desletzt zu Bruch gegangen ist. Also, drückt mir die Daumen. Bald mehr aus "Sin City"
4 Comments- Add comment Written on 05-Dec-2008 by sylkeWährend Deutschland in Schnee und Matsch versinkt, strahlt hier noch immer täglich die Sonne vom blauen Big Sky runter. Dazu ist es nun auch knackig kalt geworden. Diese Kombi ist so schön, dass Derek sogar von sich aus Spaziergänge machen will. Leider habe ich dazu momentan wenig Zeit, denn gemeinsam mit Katharina in Ohio arbeite ich an einem Pitch für mediaman. Die Präsentation muss am Montag fertig sein, da wird wohl das Wochenende drauf gehen. Und am Dienstag fliegen wir bis Samstag nach Las Vegas, zur Weihnachtsfeier von Dereks Firma. Und dann am Donnerstag drauf fliegen wir schon los Richtung Deutschland. Wo dann noch Zeit sein soll fürs Plätzchenbacken, Haus dekorieren und Karten schreiben, weiß ich nicht.
Schon erledigt ist das Projekt "Außenbeleuchtung".
Kurz vor Mitternacht, mein Tag ist vorbei: Gute Nacht.
11 Comments- Add comment Written on 01-Dec-2008 by sylkeSo, da sind wir wieder. Nach einem langen Thanksgiving-Wochenende an dem wir uns die Bäuche erst vollgeschlagen, dann vor Lachen gehalten haben, an dem wir Montana von seinen ursprünglichsten Seiten gesehen, genossen und bestaunt haben, an dem wir in heißen Quellen gebadet und an kalten Seen geangelt haben.
Das alles ist schwer zu beschreiben, deswegen nehme ich einfach ein paar von Dereks wundervollen Bildern zuhilfe: Zunächst das Thanksgiving Dinner vom Donnerstag. Wir waren die Gastgeber und zu Besuch kamen Julie, Scott, Natalie, Jen und Brandon.
Apple-Pie von Brandon gebacken.
Natalie verwechselt noch auf- mit ausräumen.
Ein paar Sätze Tennis zur Verdauung.
Es war ein wundervoller Tag. Das kochen hat Spaß gemacht, und wir waren super entspannt. Auch wenn die Knödel matschig waren und die Gäste sich nicht an den strikten deutschen Zeitplan gehalten haben. Alles war köstlich. Von den Vorspeisen von Julie (in Kaluha gebackener Brie mit Pecan-Nüssen und Kürbissuppe) über den Truthahn (mit Maronen, Rotkohl und matschigen Klößen) bis zum Dessert von Brandon (warmer Apple-Pie mit Sahne und Vanilleeis). Die Gespräche waren gut und das Wii-Spielen hat Julie vor Lachen von der Couch geworfen.
Ausgeschlafen sind wir am nächsten Tag mit Julie, Scott und Natalie nach Hot Springs aufgebrochen. Ein kleines Kaff im Indianer Reservat mit heißen Quellen und einem seltsamen Mix aus Indianern, Hinterwäldlern und Esoterikern. Samstag ging es dann von dort aus nach Polebridge. Das liegt genau außerhalb von Glacier National Park an der Nordgabel des Flathead River. Dort hatten Freunde eine Hütte gemietet, konnten dann aber statt drei nur eine Nacht bleiben. Sie hatten uns angeboten, die Nacht von Samstag auf Sonntag zu nutzen und wir haben am Freitag Morgen ganz spontan "ja" gesagt. Polebridge liegt in der Mitte von Nirgendwo. Es ist nur über eine Ansammlung von ein paar Hütten und Ferienhäusern um einen Kramladen, in dem jeden Tag frisch gebacken wird und wo es die BESTEN Stückchen überhaupt gibt. Und wo ein dreibeiniger Hund wohnt.
Die Hütte liegt direkt am Fluss:
Blick aus unserem Schlafzimmer:
Heute Morgen sind wir dann nach Glacier reingefahren und haben den Bowman Lake bewundert. Derek hat geangelt, während wir anderen ein Stück am See entlang gelaufen sind.
Auf der Rückfahrt sind wir am Flathead Lake vorbei gekommen, wo uns dann dieser Big Sky im Sonnenuntergang die lange Fahrt versüßt hat.
Wenn all diese Bilder Euch noch nicht für die lange Blog-Pause entschädigen, dann gibt es hier bei Picasa noch ein paar mehr. Ich muss jetzt Schluss machen, denn leider habe ich mir letzte Nacht irgendwie einen Nerv im Nacken eingeklemmt und kann jetzt nicht mehr sitzen. Ist aber auch schon spät, deswegen "Gute Nacht" und eine schöne erste Adventswoche.